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Die vermutlich beste Art die wunderschöne Toskana zu erforschen ist wohl mit dem Auto. Man kann jederzeit stehen bleiben und die Eindrücke dieser atemberaubenden Landschaft auf sich wirken lassen und sich der Leidenschaft des Fotografierens hingeben.
FLORENZ, das erstes Ziel auf dieser Reise. Der sehr lebhafte Verkehr (bedarf guter Nerven und Willenskraft) durch diese quirlige Stadt führte uns ein wenig ungewollt zum Piazzale Michelangelo (siehe Bild!) am Forte di Belvedere. Der schöne Panoramablick, wo einem Florenz zu Füßen liegt lässt verliebte Herzen höher schlagen und entschädigt für dieses Temperament im Straßenverkehr. Jedoch der erste Blick auf den Campanile des Domes (Dom Santa Maria del Fiore), welcher völlig überraschend zwischen den Häuserschluchten auftaucht lässt einem kurz den Atem stocken. Der Dom selbst ist ein so imposantes gotisches Gebäude (drittgrößte Kirche Italiens), das mit seiner Fassade stundenlanges Bestaunen verursacht. Der Palazzo Veccio, die Uffizien- die wir leider nicht besucht haben- die Ponte Veccio, alles ein `must´. Der erste Capuccino, Cafe Latte hat seine Wirkung nicht verfehlt. Somit haben wir nicht darum herum können uns regelmäßig in den italienischen Kaffeehäusern- die es dort ja in Hülle und Fülle gibt- in richtig italienischer Manier an die Tresen zu stellen und genüsslich `due Capuccio´s´ geschlürft. Allerdings haben wir auch den italienischen Wein entdeckt, was zu einer heimlichen Leidenschaft geworden ist. Ganz zu schweigen, von den div. Sorten an köstlichen Käse, den Oliven und natürlich dem unverkennbaren und einfach nicht wegzudenkendem San Daniele Schinken. Herz was willst du mehr???
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Nachdem wir Florenz schweren Herzens verlassen haben ging unsere Reise weiter nach LUCCA. Die baumbewachsene Stadtmauer mit den noch 11 von 12 intakten Bastionen, die 12m hoch und bis zu 12m breit ist, bietet einen herrlichen Überblick über die Dächer Lucca´s. Eine sehr wohlhabende liebliche Stadt, bekannt durch die Seidenindustrie, mit einem Amphitheater und beeindruckenden, bürgerlichen Villen. Am meisten beeindruckt waren wir aber vom Palazzo Guingi, auf dessen Turm am Dach Steineichen wachsen.
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Weiter nach PISA; der schiefe Turm, das Wahrzeichen dieser Stadt, steht wirklich bedenklich schief und ist einfach ein überlaufenes Ziel von tausenden Touristen... Eingetaucht in ein warmes Abendlicht der untergehenden Sonne, beginnen wir den Aufstieg auf den Turm. Seit einem Jahr darf man wieder zu einem überhöhten Preis (15€) dieses Erlebnis wahrnehmen. Als Gruppe von maximal 20 Leuten, wird man von 2 Aufsehern über die Treppe in der Innenseite des Turmes hinaufgeführt. Was an sich schon ein tolles Erlebnis ist, denn man merkt wahrlich erst an den ausgetretenen Stufen, je nach dem an welcher Seite man nun ist, wie stark die Neigung des Turmes wirklich ist. Von oben hat man einen enormen Fernblick über die Landschaft und auch der vorgelagerte Dom am Piazza dei Miracoli erscheint in seiner vollen Pracht (Foto). Noch überfüllt an Reizen, geht die Reise weiter zum Meer, die Stadt Pisa liegt ja gerade mal 12km vom Meer entfernt, nach Livorno di Pisa, wo wir Beobachter von einem wunderschönen, super romantischen Sonnenuntergang wurden.
Übernachtung in LIVORNO, ja bekannt durch seinen Fährbetrieb zu den toskanischen Inseln(7 an der Zahl). Eine nette Hafenstadt mit etwas rauem Charakter. Allerdings ist die Straße entlang der Küste einfach ein Genuss, der weite Blick über das Meer, bei guter Sicht kann man sogar einige umliegenden Inseln ausmachen. Auch wenn es uns schwer fiel uns von diesem Anblick zu trennen, bogen wir ab und fuhren schnurstracks ins Landesinnere; auf zur Chiantistraße. Was uns erwartete ist eigentlich kaum in Worte zu fassen. Die Landschaft war so schön, das es schon fast kitschig war. Zart umhüllt von den saftigem rot der Mohnfelder, dazwischen das über alles herausstechende gelb der Rapsblüten umgeben von dem hellgrün der jungen Ähren. Die Zypressenbäume, die immer und überall die Wege säumen. Wir hatten ein wenig die Art einen Stopp and Go- Verkehr der Großstädte im ärgsten Berufsverkehr, da wir vor lauter Überwältigung immer wieder stehen bleiben mussten.
VOLTERRA und SAN GIMIGNANO Erstere besticht durch die hohen wunderbar erhaltenen, mittelalterlichen Paläste und der riesigen Festung, die man schon von weiter Entfernung erkennen kann. San Gimignano, auch das `Manhattan´ der Toskana genannt, beeindruckt durch seine hohen allerdings mittelalterlichen Wohntürme. Ein entzückendes Städtchen, das vor Charme nur so sprüht, umgeben von einer Landschaft mit hügeligen Weinbergen. Muss man gesehen haben!
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Ursprünglich hätte Siena das nächste Ziel sein sollen, aber da wir nirgendwo ein Quartier fanden und der Wettergott es nicht so gut mit uns meinte, denn es schüttete wie aus Kübeln, ging die Reise weiter nach wie sollte es auch anders sein, MONTALCINO. Mit dem weltberühmten und viel gepriesenen Brunello, den wir dann auch voller Inbrunst in einem von uns völlig willkürlich gewähltem Weinkeller verkosteten. Natürlich wechselten einige Flaschen Wein den Besitzer, denn so einen fantastischen Wein kann man sich ja nicht entgehen lassen. Schon ein wenig geeicht auf diesen hervorragenden Wein ging dann am nächsten Tag die Reise nach, MONTEPULCIANO. Der `Vino Nobile´, der erst nach 4 Jahren gerechter Lagerung seinen Namen erhält, hat diesem Städtchen einen großen Namen verliehen. Diese beiden Städtchen sind sehr überschaubar mit vielen recht steilen Gassen auf Hügeln gelagert, von denen man einen sehr schönen, weiten Blick über die beeindruckende Landschaft der Toskana hat.
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Leider begann nun schon unsere Rückreise, bei der wir nun einen Stopp in SIENA machten. Für viele Menschen die schönste Stadt der Toskana. Uns erwarteten beeindruckende Gebäude, mit tiefer historischer Vergangenheit, aber leider auch Millionen an Touristen. Was unseren Aufenthalt in dieser traumhaften Stadt ein wenig verkürzt hat. Somit haben wir wenigstens einen Grund nochmals eine Reise in die Toskana anzutreten!!!
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Text: ©il, Photos: ©up
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